BGM 4.0: Webinar

Termin: 13. Juli 2017, 14.00 Uhr

Titel: „BGM 4.0 – Verbindung von On-& Offline“

 

Inhalt:

Die Arbeitswelt ist heute eine andere als vor 10 Jahren, dank Smartphone ist alles mobil, immer und fast überall verfügbar. Wir haben es mit dem Phänomen der zunehmenden Entgrenzung von Arbeit und ganz neuen Arbeitsformen zu tun.

Wenn wir heute im BGM nahe an den Menschen sein wollen, müssen wir die neuen Technologien nutzen – Kurse oder Veranstaltungen vor Ort alleine reichen nicht mehr. Notwendig ist nicht weniger als ein Paradigmenwechsel vom BGM zu einem modernen, an die Arbeitswelt 4.0 angepassten BGM 4.0.

Das Webinar zeigt anschaulich wie BGM 4.0 in der Praxis aussieht und wie Unternehmen davon profitieren können – indem sie neue Zielgruppen mit BGM erreichen und nachhaltig sensibilisieren.

Im zweiten Teil des Webinars zeigen wir Ihnen anhand eines konkreten Projektes des BVMW „GeMit“ Gesunder Mittelstand auf, wie Sie in einer vernetzten Betriebsnachbarschaft umfangreiche Förderungen nutzen können.

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Dr. Oliver-Timo Henssler leitet das Partnermanagement und die Beratung der vitaliberty GmbH. Er bringt über 12 Jahre Erfahrung im Gesundheitsmanagement mit und ist Experte für die Modellierung und Analyse nachhaltiger Managementsysteme. Gemeinsam mit dem Handelsblatt initiierte Dr. Henssler im Jahr 2004 die erste deutschlandweite Studienreihe zum Thema Gesundheitsmanagement. Als Projektleiter und späterer Geschäftsführer von EuPD RSM rief er 2008 mit seinem Team den Corporate Health Award und das Corporate Health Audit sowie ab 2010, zusammen mit dem TÜV SÜD, den Deutschen Bildungspreis ins Leben. Dr. Henssler ist Autor und Herausgeber diverser Fachbücher und Fachartikel zum Gesundheits- und Talentmanagement und hat in mehr als 100 Unternehmen das Gesundheits- sowie Talentmanagement auditiert und viele Unternehmen bei der Optimierung ihres BGMs unterstützt.

 

Fachkräftesicherung: Webinar

Termin: 6. Juli 2017, 14.00 Uhr

Webinar: „Fachkräftesicherung durch betriebliche Gesundheitsförderung“

Inhalt:

Das Mittelstandsbarometer 2017 zeigt einen Umsatzverlust von 49 Mrd. € durch fehlende Fachleute. Wieviel Aufträge konnten Sie aufgrund Fachkräftemangel nicht annehmen, und wieviel Umsatzausfall mussten Sie dadurch bereits hinnehmen?

Handeln Sie jetzt und profilieren Sie sich bei Ihren Kunden und potenziellen Mitarbeitern als Arbeitgeber mit einem attraktiven Umfeld in Form von Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ganzheitliche Gesundheitsförderung und Stärkung des WIR-Gefühls.

Sichern Sie sich mögliche Vorteile durch den Erhalt von Personal, erhöhte Leistungsfähigkeit der Beschäftigten, Personalgewinnung, Kundenzufriedenheit, reduzierte Fehlzeiten und höhere Arbeitsproduktivität.

Wir zeigen Ihnen anhand eines konkreten Projektes des BVMW „GeMit“ Gesunder Mittelstand auf, wie Sie in einer vernetzten Betriebsnachbarschaft umfangreiche Förderungen nutzen können.

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Ihre Referentin, Simone Damschek, leitet das Forum Arbeitsgesundheit und war in großen, internationalen IT-Unternehmen in Führungspositionen beschäftigt. Sie ist zertifizierte Trainerin und Entspannungspädagogin für TrophoTraining® nach Dr. Jakob Derbolowsky, zertifizierte Auditorin für psychische Gefährdungsbeurteilung und autorisierte Beraterin Offensive Mittelstand.

Gesundheitsmesse GIG “Gesund in Germering” 27./28.05.2017

Fachkräfte sichern, Kunden binden und wettbewerbsfähig sein durch betriebliche Gesundheitsförderung

Gerade mittelständische Betriebe sind in Zeiten hoher Arbeitsauslastungen großem Zeit- und Leistungsdruck ausgesetzt, was sowohl bei den Beschäftigten als auch bei den Inhabern selbst zu Erschöpfung führen kann und dem Gefühl, nicht mehr alles zu schaffen.

Alles ist flexibler und dynamischer geworden, die Planungszyklen sind bei vielen Betrieben von sechs auf zwei Monate geschrumpft. Der Anteil Beschäftigter im Handwerk mit einer psychischen Erkrankung oder Verhaltensstörung ist zum Beispiel zwischen 2005 und 2014 kontinuierlich von 5% auf fast 9% gestiegen (IKK classic 2014).

Was heißt das konkret für einen Betrieb?

Die Fehlzeiten steigen und Arbeitsabläufe können nicht mehr eingehalten werden. Gerade in kleineren Firmen ist das sehr schwer abzufedern. Dauerhafter Stress erhöht auch die Unfallgefahr und lange Ausfallzeiten können die Folge sein.

Unter Druck machen Beschäftigte eher Fehler. Das ist oft verbunden mit hohen Kosten für die Fehlerbeseitigung und schadet auf Dauer dem Ansehen der Firma. Zudem wirkt sich auf das Betriebsklima aus, was zu Konflikten im Team und einer schlechten Stimmung führen kann. Unzufriedene, gestresste Beschäftigte neigen dazu, innerlich zu kündigen und nur noch Dienst nach Vorschrift zu verrichten.

Qualifizierte und gesunde Mitarbeitende sind die Voraussetzung für Innovationen und eine hohe Produktivität im Wettbewerb. Doch gerade diese Fachkräfte sind heiß begehrt und fehlen in vielen Betrieben.

Was zählt bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber heute?

Personalverantwortliche bestätigen, dass das Gehalt heute häufig nur ein Hygienefaktor ist. Stattdessen zählen Faktoren wie Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeitmodelle und Konzepte zur Kinderbetreuung.

Betriebliche Gesundheitsförderung hilft einerseits die Attraktivität als Arbeitgeber in Zeiten des zunehmenden Wettbewerbs ums Nachwuchs- und Fachkräfte zu erhöhen und fördert andererseits die Gesundheit der Beschäftigten, damit diese den aktuellen Anforderungen und Veränderungen gelassen begegnen können.

Zudem kann die Krankenquote und damit die Lohnfortzahlungskosten gesenkt werden. Das Ergebnis einer Auswertung mehrerer hundert Studien der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) zeigt: Mit betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention lassen sich sowohl Kosten reduzieren als auch die Gesundheit der Beschäftigten verbessern. Unter anderem können die Fehlzeitenraten von Beschäftigten durch Programme der Gesundheitsförderung um durchschnittlich 25% reduziert werden.

Wichtig ist ein gezielter Einstieg in die Gesundheitsförderung mit kostengünstigen Maßnahmen unter Einbeziehung möglicher Förderungen, so dass gute Ergebnisse Lust auf mehr machen.

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Besuchen Sie uns auf der GIG am 27. und 28. Mai

in der Stadthalle Germering von 10-18 Uhr

mit einer Podiumsdiskussion zum Thema:

“betriebliche Gesundheitsförderung – Fachkräftesicherung im Mittelstand”

am Sonntag 14:15 bis 15:30 Uhr

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“New Work” mit Familie verknüpfen – ein Artikel von Tanja Misiak, elterngarten

Was passiert, wenn wir „Familienfreundlichkeit“ mit den Konzepten der „Neuen Arbeitswelten“ zusammenbringen – und wie wir das tun

Teaser

Die Generation, die unsere Arbeitswelten zum Umdenken bringt, hat noch etwas zunehmend gemeinsam: Sie bekommen nun Kinder und gründen Familien. Eigentlich perfekt, denn familienfreundliche Maßnahmen lassen sich gut mit Konzepten der Neuen Arbeitswelt verbinden.

New Work

Mittlerweile schreiben etliche Studienergebnisse und Veröffentlichungen darüber, was Arbeitgeber der Zukunft tun und haben sollten, um ihre ArbeitnehmerInnen wirklich binden zu können. Der Grundtenor ist immer ungefähr der Gleiche: Identifikation und Einsatzbereitschaft der Belegschaft ist Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg. Dafür ist ein Umdenken notwendig. Das Gehalt alleine zählt schon lange nicht mehr. Für die Leistungsträger sind Sinnhaftigkeit und Freude an der Tätigkeit wesentlich. MitarbeiterInnen möchten sich mit den Unternehmenszielen identifizieren können und im Job das tun, was sie auch „wirklich, wirklich wollen“ (vgl. Frithjof Bergmann). Sie fordern persönliche und berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten, eigenverantwortliches Handeln, Vertrauen und Wertschätzung, gesundes und stressfreies Arbeiten und einen hierarchie- und bereichsübergreifenden respektvollen Umgang auf Augenhöhe. Mitarbeiter sind gerne überdurchschnittlich leistungsbereit, wenn das Team passt und geteilte Werte die Zusammenarbeit stärken. (vgl. bspw. Studie des Forums Arbeitsgesundheit mit der LMU München vom Herbst 2016)

New Work und Familie

Ein „Manko“ oder die „Chance“ kommt nun noch erschwerend oder herausfordernd hinzu: Die Arbeitnehmer-Generation, die dieses Umdenken in den Mainstream gebracht hat und die wesentlich an der Gestaltung der Neuen Arbeitswelt beteiligt ist, gründet gerade Familien. Denn auch das ist – auch wenn es gerne mal ausgeklammert wird – ein fester Bestandteil der Neuen Arbeitswelt und dessen, was ein großer Teil der aktuellen Generation der Leistungsträger „wirklich, wirklich will“. Deutschlandweit steigende Geburtenraten fordern die Arbeitgeber heraus – auch oder vielleicht gerade bei den so sehr vermissten Fachkräften im Auftrieb der Karriereleiter. Dabei genügt es offensichtlich nicht, sich „nur“ um die Ausweitung der Fremdbetreuungsmöglichkeiten zu kümmern. Eltern sind heute hier genau wie bei allen anderen Themen sehr werte- und sinngetrieben. Für viele Eltern kommt es selbst bei gegebener Möglichkeit nicht in Frage, das Kind mit einem halben Jahr in die Krippe zu geben oder die Fremdbetreuungszeit bis zum Abend auszuweiten. Das Herz der Eltern entscheidet hier offiziell mit, und das ruft nach Alternativen und möchte kompromissbehaftete Entscheidungen auf Kosten der Eltern-Kind-Bindung vermeiden.

Junge Eltern als Chance sich als Arbeitgeber weiterzuentwickeln

Arbeitgeber müssen daher über die Fremdbetreuung hinausdenken und dürfen hier aus einem Schatz an Ideen aus den zahlreichen (u.a. abgewandelten) Konzepten für die Neuen Arbeitswelten zurückgreifen. Wir begleiten als Berater und Coaches Eltern in Elternzeit, die diese besondere Zeit und den Abstand vom bisherigen Arbeitsleben nutzen, um innezuhalten und sich zu fragen, was sie „wirklich wirklich wollen“. Leider erleben wir immer wieder, dass die Eltern versucht sind während dieser Zeit über Selbstständigkeit nachzudenken oder wenigstens über den Wechsel ihres Arbeitgebers, da sie befürchten oder gar sicher sind mit ihren Vorstellungen bei ihrem aktuellen Arbeitgeber auf taube Ohren zu stoßen.

Wie wäre es also, wenn Arbeitgeber junge Eltern als Chance sehen würden, um sich weiterzuentwickeln und in der Neuen Arbeitswelt zu positionieren? Der Arbeitgeber würde Leistungsträger und wertvolle Fachkräfte gewinnen und binden und erlebt statt Stress und Konflikten rund um den Eintritt in Elternzeit und den Wiedereinstieg einen Innovationsschub.

Wie Arbeitgeber die „Neue Arbeitswelt“ mit „Familienfreundlichkeit“ verbinden können

Viele Vorbilder gibt es in der Schnittmenge der „Neue Arbeitswelten“ und „Familienfreundlichkeit“ tatsächlich noch nicht. Folgende Möglichkeiten sehen wir für Arbeitgeber und Eltern.

Selbstverantwortung fördern

Eltern sollten nicht wie leider üblich weniger, sondern eher noch mehr Verantwortung zugeteilt bekommen. Sie entwickeln in ihrem Familienalltag automatisch ihre Fähigkeiten zu organisieren, effektiv und effizient zu sein. Am besten bekommen Eltern die Verantwortung für ein klar abgegrenztes Projekt zugeteilt – wenn dies nicht möglich ist, dann kann immer noch über Unterprojekte nachgedacht werden. Hier sollte man nie zu früh aufhören zu denken! Der unermesslich wertvolle Vorteil von Projektverantwortung ist die damit verbundene Freiheit zu entscheiden. Eltern entscheiden selbst über Meeting- und Bürozeiten und da meist sie der zeitliche Engpass sind, sollten sie die Planung einfach übernehmen. Auch Regeln, wie z.B. handy- oder e-mail-freie Zeiten, können selbstbestimmt zum Wohle aller vereinbart werden. So ersparen sie sich jede Menge Stress und Unmut unter Kollegen. Natürlich geht mit der Projektverantwortung auch eine klare Zielorientierung einher. Das Projekt wird nach Erfolg gemessen, nicht nach Stunden der Anwesenheit vor Ort. Gute Ideen für eine effizientere Umsetzung belohnen nicht nur die Eltern selbst, sondern sparen dem Arbeitgeber Kosten und Zeit. Voraussetzung für diese Art der Umsetzung ist ein Vertrauensvorschuss, der in der neuen Eltern-Generation mit Sicherheit dankend angenommen wird. Nicht ist motivierender als sich des Vertrauens des Arbeitgebers sicher zu sein und jeder würde sich bemühen vorzuzeigen, dass sich dieser Vertrauensvorschuss für alle Seiten lohnt.

Vernetzung fördern

Junge Eltern starten gerade neu durch: Sie sehen sich mit neuen Rahmenbedingungen konfrontiert und versuchen ihre neue Welt der Familie mit ihrem anspruchsvollen Job zu verbinden. Arbeitgeber sollten hier nicht nur den Austausch unter den jungen Eltern fördern – die treffen sich voraussichtlich auch gerne mal „privat“, denn Kinder verbinden. Hier kann ebenfalls weitergedacht werden: Eltern können interne Veranstaltungen planen und ihre Ideen für Familienfreundlichkeit direkt umsetzen. Ungeahnte Ideen werden über diese selbst organisierten Möglichkeiten Realität. Im Mittelpunkt der Vernetzungsaktivitäten steht der Austausch auf Augenhöhe. Mitarbeitern aus unterschiedlichen Abteilungen auf jeweils unterschiedlichen Hierarchiestufen haben plötzlich etwas gemeinsam: Kinder und Familie. So entsteht Gesprächsstoff, der sich weiterentwickeln kann, und zwar business-mäßig formuliert: interdisziplinär und kreativ. Die Ideen werden weiterwachsen und das Business befruchten. Warum nicht auch die Kinder mitbringen?

Integration der Kinder fördern

Das geht für viele Arbeitgeber dann doch zu weit. Doch das Potenzial birgt ungeahnte Möglichkeiten. Nicht nur bei speziell organisierten Familientreffen der Unternehmen sollten Kinder dabei sein dürfen. Wir schauen auch in den „normalen“ Alltag: Was machen Eltern mit halb-kranken Kindern? Viele bringen sie doch in die KiTa mit der Folge, dass noch mehr Kinder angesteckt werden und sich das betroffene Kind auch nicht wirklich auskurieren kann. Dieser Kreislauf könnte für alle anders aussehen. Wenn sich Eltern mit deren Kindern angenommen und nicht falsch fühlen, werden neue Energien freigesetzt. Dinge entstehen, die anders nie entstanden wären.

Konkret heißt das: Kinderstimmen im Hintergrund bei Telefon- oder Videokonferenzen sollten erlaubt sein ohne verurteilende Blicke und Proteste. Wir haben wunderbare Erfahrungen gemacht mit unseren Kindern, die auch gut und gerne mal eineinhalb Stunden am Stück auf dem Schoß der Eltern sitzen, während diese fast ungestört über Video nicht nur am Geschehen teilhaben, sondern es auch tatkräftig mitgestalten konnten. Meine Kinder finden es mittlerweile normal, wenn ich skype, telefoniere oder mal am Laptop arbeite. Sie wissen, dass dies zum Alltag gehört genauso wie die Zubereitung des Mittagessens. Es ist alles eine Sache der Haltung. Wenn ich die Kinder nicht im Hintergrund verstecken muss, sondern sie ein offizieller und integrierter Bestandteil des ein oder anderen Arbeitstages sind, dann sind sowohl die Kinder als auch ich als auch die Auftraggeber entspannter. Kinder müssen nicht halbkrank fremdbetreut werden, können sich erholen und sind sogar tendenziell wieder schneller fit und gesund. Erfolgsrezept hierbei ist, dass ich mich für die Kinder nicht schämen muss, sondern offen damit umgehe. Das leistet sicher einen wesentlichen Beitrag zur Stressprophylaxe und lässt mich gegenüber meinen Kindern sowie gegenüber meinen Kollegen meistens ziemlich entspannt gegenübertreten. Durch den offenen Umgang mit der immer vorhandenen Schnittmenge aus „privat“ und „beruflich“ können wir Eltern mit der Energie gehen, statt viel Zeit und Nerven ins Verstecken und „weg organisieren“ zu investieren.

Persönlichkeitsentwicklung fördern

Das gilt natürlich allgemein, ist aber speziell während der Elternzeit und danach förderlich. Vielleicht ist die Stressgefahr in keiner anderen Lebensphase mehr so hoch, wie in der Zeit, in der junge Eltern das Leben mit kleinen Kindern und beruflichen Ambitionen zu verbinden versuchen. Wenn Arbeitgeber nun so weit gehen und Eltern eher mehr als weniger Verantwortung übertragen, dann hat dies offensichtlich hohe Ansprüche an die persönliche Weiterentwicklung. Viel Selbstverantwortung und Selbstorganisation setzt nicht zuletzt eine gute innere Selbstführung voraus. Das beugt garantiert einer oder mehreren Ladungen Stress vor, die gerne mal von einem Bereich in den nächsten überschwappen.

Elternzeit als ko-kreativen Prozess fördern

Die ersten Wochen und Monate nach der Geburt sind neben der Zeit mit dem Baby auch eine große Chance für Reflektion und zum Innehalten. Das ein oder andere New Work Unternehmen setzt bereits Sabbaticals um, in denen die „Auszeit“ der MitarbeiterInnen gefördert wird, um gerne auch mal Dinge zu hinterfragen und auf neue Ideen zu kommen. Die Elternzeit ist dabei noch völlig außerhalb des Radars, obwohl sie genauso viele Möglichkeiten des Abstand-gewinnens, Innehaltens und Hinterfragens bereithält. Die Elternzeit ist perfekt dafür, sich Gedanken über die Zeit danach zu machen und sich zu fragen, was man „wirklich, wirklich will“. Mitarbeiter können hier ihre persönlichen und beruflichen Pläne erarbeiten und diese idealerweise auch offen mit ihrem Arbeitgeber besprechen und weiterentwickeln.

Querdenken fördern

Lineares Denken ist bei diesen ko-kreativen Prozessen während der Elternzeit oft eine Falle. Viele Eltern aus der Generation der Neuen Arbeitswelten kommen aus anspruchsvollen Berufen, die gerne auch mal mit viel Reisen zu tun haben oder mindestens eine hohe Flexibilität der zeitlichen Verfügbarkeit notwendig machen. Wir kommen dann nicht weiter, wenn wir fragen, wie man diesen gleichen Job nun mit weniger Wochenstunden ausüben könnte. Stattdessen könnte eine gute Frage sein: Was sind Deine Stärken, Deine (neuen) Bedürfnisse, Deine Wünsche und wie kannst Du uns unter den neuen Rahmenbedingungen einen neuen Mehrwert bringen?

Beispiele aus der Praxis

Während meiner erste Elternzeit war ich als Unternehmensberaterin zuerst mit dem üblichen Problem konfrontiert: Wie übe ich mit Kind denn meinen Beruf noch aus? Zum Glück ist mein Chef selbst Vertreter des Themas „New Work“ und wir hatten die Möglichkeit unser lineares Denken bewusst zur Seite zu legen. Statt festzustellen, dass ich als Beraterin wohl kaum ein Projekt oder einen Kunden finde, bei dem ich viel von zu Hause arbeiten kann und mein Kind um spätestens 15 Uhr in der Krippe abholen darf, bei dem ich nicht reisen werde und ich trotzdem anspruchs- und verantwortungsvoll arbeiten darf, haben wir einfach gemeinsam einen neuen Job für mich kreiert. Für eine begrenzte Zeit war ich zuständig für den Auf- und Ausbau eines Beratungsthemas und übernahm die interne Koordination. Ich koordinierte ein Team mit Beratern und leitete die Erstellung einer Studie und das Aufsetzen des Außenauftritts für das Thema. Es musste nie in Frage gestellt werden, ob meine Arbeit tatsächlich einen Mehrwert für meinen Arbeitgeber brachte. Und der Job passte perfekt zu meiner Lebensphase: mit kleinem Kind und Kind Nummer 2 war bereits unterwegs. Mein Arbeitgeber profitierte von seinem eigenen freien Denken. Wir hatten keine gesetzlich getriebenen Diskussionen zum Wiedereinstieg, sondern waren inhaltlich und kreativ unterwegs.

Meine zweite Elternzeit war nochmals ganz anders. Ich hatte eine konkrete Business-Idee, die mit sich brachte, dass ich sie unabhängig von meinem Arbeitgeber umsetze. Der ließ mich während meiner Elternzeit „dann mal machen“ und beobachtete und unterstützte sogar zeitweise meinen Gründungsprozess, da er die Idee selbst gut fand und auch teilweise in Anspruch nahm. Ich durfte erleben, wie ich das Gefühl haben durfte genug für meine Kinder da zu sein UND gleichzeitig einen anspruchsvollen Job zu haben. Das wünsche ich allen Eltern in Elternzeit und auch deren Arbeitgebern.

Fazit

Natürlich sind nicht alle Berufe geeignet für die Umsetzung dieser Vorschläge. Jedoch immer mehr, und vor allem die neu entstehenden, dienstleistungsintensiven und/ oder online-getriebenen Jobs der Neuen Arbeitswelt und aus der Industry 4.0. Alle Jobs, in denen gute Ideen und Ergebnisse (zunehmend) wichtiger sind als reine Präsenzzeit, können mit Familie noch weitergedacht werden. Denn denken können die „Eltern der Neuen Arbeitswelt“ extrem gut – egal wo, auch auf dem Spielplatz.

Wir unterstützen die New Work Families: New Work, Agile, Arbeiten 4.0, digitale Transformation – all das sind Entwicklungen in der Arbeitswelt, die Raum schaffen, Familienfreundlichkeit und Vereinbarkeit völlig neu zu denken. Die Kampagne New Work Families ruft zu einem deutschlandweiten Austausch auf, um zu neuen Ansätzen und Modellen für bedürfnisorientierte Vereinbarkeit zu inspirieren oder diese sichtbar zu machen.

Tanja Misiak, 10. April 2017, elterngarten.org

GeMit aufgenommen im Bündnis Prävention Bayern

Am Montag 20. März wurde in der Münchner Residenz im Rahmen eines festlichen Empfangs der BVMW Bayern mit dem Projekt “GeMit” Gesunder Mittelstand in das Bündnis Prävention aufgenommen.

Die Mitgliedsurkunde wurde durch die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml persönlich überreicht.

Fotos: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Das Bündnis Prävention Bayern beruht inhaltlich auf der Grundlage des bayerischen Präventionsplans und wurde von Ministerin Huml im November 2015 gegründet. Ziel des Bündnisses ist es bestmögliche Gesundheit für alle Bürger im Freistaat zu erreichen.

“GeMit” unterstützt hierbei den Handlungsstrang der Gesundheitskompetenz in der Arbeitswelt und der betrieblichen Präventionskultur.

Mittelständische Unternehmen werden bei der Einführung einer betrieblichen Gesundheitsförderung durch ein ganzheitliches und kooperatives Konzept begleitet. Mehr zum Projekt GeMit

 

Gelungener Auftakt zur GIG

Die vom Wirtschaftsverband Germering e.V. ins Leben gerufene Messe “Gesund in Germering” GIG startet bereits im Vorfeld mit drei Informationsabenden rund um das Thema betriebliche Gesundheitsförderung. In einer Auftaktveranstaltung am 09.03. im Nachtasyl der Stadthalle konnten sich regionale Unternehmen über Mitarbeiterfindung und –bindung mittels effektivem Gesundheitsmanagement informieren. Als Aussteller der Messe war das Forum Arbeitsgesundheit zu Gast beim Wirtschaftsverband Germering.

Bei den Begrüßungsworten zur Veranstaltung hob Herr Albert Metz vom Wirtschaftsverband Germering hervor, dass betriebliches Gesundheitsmanagement ein zentrales Element für Firmen ist, um langfristig erfolgreich und wettbewerbsfähig sein zu können.

In Ihrem folgenden Impulsvortrag zeigte Frau Simone Damschek vom Forum Arbeitsgesundheit auf, dass vom Fachkräftemangel in Deutschland eine zunehmende Gefahr für die Umsatzzahlen im Mittelstand ausgeht. So gehen bereits jetzt dem Mittelstand jährlich 49 Milliarden Euro Umsatz durch fehlende Fachkräfte verloren, laut aktuellem Mittelstandsbarometer der Ernst & Young GmbH. Die vorgestellten Praxisbeispiele zeigten auf, dass die Investition in die Gesundheit und in die Zufriedenheit der Beschäftigten neue Perspektiven eröffnen können: Mehr Freude an der Arbeit, ein niedrigerer Krankenstand, neue Marketingansätze, ein spürbar besseres Betriebsklima und ein echtes „WIR“-Gefühl. „Eine individuelle Bedarfsanalyse durchführen und Förderangebote nutzen, um gezielt zu investieren und die gewünschten Resultate kurzfristig zu erreichen“, riet Frau Damschek. Ziel sei es zu einem attraktiven Arbeitgeber zu werden und damit qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.

Foto: Albert Metz, Wirtschaftsverband Germering e.V.

 

Wie sich die Motivation zur Bewegung in ein erfolgreiches Gesundheitsmanagement im Unternehmen integrieren und etablieren lässt, wurde sehr anschaulich von Herrn Andreas Lenge von Instingo, einem Anbieter einer digitalen Plattform für Gesundheitsprävention im Unternehmen, vorgestellt. Im Vergleich zu klassischen Methoden würden die Teilnehmer bei “instingoFit Event” durch spielerische Anreize motiviert, um längerfristig an Bewegung im Alltag teilzunehmen.

Im Anschluss an den Vortrag wurde angeregt diskutiert und einige Denkanstöße konnten mitgenommen werden.

Das Fazit zur Auftaktveranstaltung fiel durchweg positiv aus. „Die GIG ist die erste Gesundheitsmesse in Germering“, erklärte Albert Metz, „Wir freuen uns über die rege Teilnahme bei der Auftaktveranstaltung und werden in den kommenden Wochen mit der AOK München weitere Impulsvorträge anbieten. Die GIG wird ein großer Erfolg und wir freuen uns auf viele Besucher.“

Was Unternehmen qualifizierten Fachkräften heute bieten sollten

Flexibilität, Dynamik und Innovationscharakter sind die meist genannten Anforderungen erfolgreicher Unternehmer, um im wachsenden internationalen Wettbewerb mit immer höherer Produktivität standzuhalten. Qualifizierte Mitarbeitende sind die fundamentale Voraussetzung für Innovationen und eine hohe Produktivität.

Was zeichnet diese hoch qualifizierten Fachkräfte aus, die Träger dieses Innovationsprozesses sein sollen? Aus heutiger Sicht sind das neben fundiertem Fachwissen insbesondere Veränderungs- und Gestaltungskompetenz, Problemlösungsvermögen, sowie selbstgesteuertes Handeln, kommunikative Fähigkeiten und das Wissen um Selbstorganisation.

Die Arbeitsinhalte und Arbeitsaufgaben der Beschäftigten werden sich in Industrie 4.0 stark verändern. Damit entstehen teilweise völlig neue Anforderungen an das Können, die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen. Jeder einzelne Mitarbeitende ist dabei wichtig, denn Identifikation und Einsatzbereitschaft der Belegschaft sind entscheidend für nachhaltigen Erfolg.

Der DIHK-Arbeitsmarktreport zeigt auf, dass Engpässe an Fachkräften vor allem bei beruflich Qualifizierten bestehen. Unternehmen, die offene Stellen nicht besetzen können, suchen vor allem erfolglos nach Fachkräften mit dualer Berufsausbildung. Dies gilt für jedes zweite Unternehmen. Etwas mehr als jedes dritte Unternehmen sucht erfolglos Hochschulabsolventen.

Wie also gewinne ich diese heiß begehrten Fachkräfte und wie bleiben Sie auch längerfristig dem Unternehmen erhalten?

Hier ist ein Umdenken erforderlich, wie die Umfrage des Forum Arbeitsgesundheit an der LMU München vom Herbst 2016 klar aufzeigt. Was erwartet die Generation Y von Ihrem zukünftigen Arbeitgeber? Befragt wurde eine repräsentative Stichprobe Studierender unterschiedlicher Fachrichtungen und Semesteranzahl.

Die Sinnhaftigkeit und Freude an der Tätigkeit, die Identifikation mit Unternehmenszielen, Weiterentwicklungsmöglichkeiten, eigenverantwortliches Handeln und Vertrauen in die Beschäftigten, gesundes und stressfreies Arbeiten, das soziale Umfeld, sowie faire Vergütung ist den Befragten bei Ihrem Zielunternehmen am wichtigsten.

Von einer zukünftigen Führungskraft erwarten die Studierenden das Vorleben von Eigenschaften und Werten, wie Empathie, Kritikfähigkeit, hohe Einsatzbereitschaft und Motivation, Offenheit, Fairness, Loyalität, Ehrlichkeit, Selbstdisziplin und Delegationsfähigkeit.

Der Umgang zwischen den Beschäftigten und der Firmenleitung sollte geprägt sein von Wertschätzung und respektvollem Umgang auf Augenhöhe. Fördern und fordern mittels transparenter und klarer Kommunikation im Rahmen eines Vertrauensverhältnisses ist das Modell für die neue Generation.

Beim Unternehmen suchen die Fachkräfte von morgen flache Hierarchien, eine klare Werteorientierung, umweltbewusstes Agieren, Gleichberechtigung, klare Unternehmensethik, Flexibilität und Offenheit, sowie ein gesundheitsgerechtes Arbeitsumfeld.

Der Umgang untereinander ist geprägt von einem vernetzten Gemeinschaftsgefühl in einer angenehmen Arbeitsatmosphäre auf Basis eines stabilen Vertrauensverhältnisses.

„Der Arbeitgeber sollte das geben, was er von seinen Mitarbeitern erwartet“, sagt eine Stimme selbstbewusst.

Im Zukunftsreport 2017 beschreibt das Zukunftsinstitut mit dem Artikel „Generation Global“ diesen Wertewandel mit einem Loslösen aus einem materialistischen Denken, so dass junge Talente mit einem hohen Gehalt allein nicht mehr gehalten werden können.

Viel wichtiger sei für diese Generation der gesellschaftliche Nutzen und der Sinn der eigenen Tätigkeit. Die wichtigste Rolle, laut Zukunftsinstitut, spielt die Zugehörigkeit zu einer Gruppe von Menschen, die gemeinsame Werte teilt und sich für das gleiche Anliegen begeistert.

Die Herausforderung gerade mittelständischer Unternehmen ist somit qualifizierte Fachkräfte zur Mitarbeit einzuladen, indem Sie sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren und eine entsprechende Arbeitsumgebung anbieten.

Individuelles Vorgehen ist hierbei elementar

Eine gezielte Bestandsaufnahme des eigenen Unternehmens im Hinblick auf Kommunikationsform, Organisation, Führung, Unternehmenskultur und gesundes Verhalten, ist dabei unerlässlich um notwendige Handlungsschwerpunkte aufzuzeigen und erste Schritte einzuleiten.

„Dies muss nicht aufwändig sein, wie viele gute und erfolgreiche Betriebe beweisen“, meint Simone Damschek, Inhaberin Forum Arbeitsgesundheit. Der INQA-Check “Gesundheit” zum Beispiel zeigt auf, wie Unternehmen die Gesundheit ihrer Beschäftigten für den Unternehmenserfolg fördern können. Der Check fasst dabei die Erfahrungen erfolgreicher und innovativer Betriebe, sowie die Erkenntnisse wissenschaftlicher Forschung zusammen.

Entsprechende Maßnahmen auf Basis einer individuellen Unternehmensbetrachtung erhalten und fördern die Gesundheit der Beschäftigten und sorgen für sichere, gesunde und motivierende Arbeitsbedingungen. Dies zieht nicht nur neue Fachkräfte an, sondern schafft auch eine ganz andere Außenwahrnehmung des Unternehmens bei Kunden und potenziellen Investoren.

Ein ganz konkretes Angebot zur Mitarbeiterbindung: elterngarten

Persönliche und berufliche Weiterentwicklung während der Elternzeit. Beim herkömmlichen Elternzeit-Angebot dreht sich alles ums Kind – für viele vorher berufstätige Eltern ist das irgendwann zu wenig. Genau hier bietet das „Elternzeit Basecamp“ von elterngarten die perfekte Lösung: Das Baby kann im Bedarfsfall mitgebracht werden – doch im Mittelpunkt des Interesses stehen die Bedürfnisse und Wünsche der Eltern.

In Form von Gruppencoachings setzen sie sich bewusst mit anstehenden persönlichen und beruflichen Plänen und Herausforderungen auseinander.

Arbeitgeber fördern die Teilnahme als Maßnahme zur Vorbeugung von Konflikten und Stress, die bekannterweise häufig mit dem Leben als berufstätige Eltern verbunden sind. Die Angebote sind unabhängig von Fremdbetreuung und perfekt in den Elternzeit-Alltag integrierbar.

„Unsere TeilnehmerInnen sind zu >95% AkademikerInnen. Sie kommen aus anspruchsvollen Jobs und wollen die Elternzeit nicht ausschließlich auf die Eltern-Rolle reduzieren. Gleichzeitig ist eine frühe Fremdbetreuung für viele nicht die erste Lösung. Wir ermöglichen die Integration von Familie und professionellem Umfeld und treffen damit ein großes Bedürfnis vieler junger Eltern: die Elternzeit nutzen, um sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln und gleichzeitig genauso viel für den Nachwuchs da zu sein, wie es sich gut anfühlt.“ Tanja Misiak, Inhaberin elterngarten.

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Artikel erschienen unter funkschau.de

GeMit in der Transferregion München startet durch

Am 26. Oktober fand die Auftaktveranstaltung des BVMW-Projektes „Gesunder Mittelstand“ in München bei der LEGIAL AG statt. Damit wurde das mittlerweile zweite Transferprojekt zu GeMit gestartet. Im Gegensatz zu den fünf geförderten Regionen leisten die Gesundheitspartner in München die Projektarbeit vor Ort ohne staatliche Unterstützung. Mit der Krankenkasse BIG direkt gesund steht ein leistungsfähiger und sehr engagierter Projektpartner zur Seite. Insgesamt elf Projektpartner aus dem BVMW-Mitgliederkreis unterstützen das Münchener GeMit-Projekt durch attraktive Angebote im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Initiator ist der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Bayern.

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Simone Damschek, Forum Arbeitsgesundheit

Es ist kein Geheimnis, dass ein unglaublicher Wettbewerb unter den Unternehmen herrscht, wenn es darum geht, geeignetes Fachpersonal anzuwerben und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Zum einen gibt es immer weniger neue Fachkräfte, da die Geburtenrate in Deutschland kontinuierlich sinkt, zur gleichen Zeit aber viele Fachkräfte in Rente gehen. Die neuen Generationen der Arbeitskräfte haben wiederum sehr unterschiedliche Ansprüche an einen Arbeitgeber.

Das Thema Mitarbeitergesundheit wird zum Wirtschaftsfaktor und spielt eine immer wichtigere Rolle. Eine langfristige betriebliche Gesundheitsförderung wird für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit unerlässlich sein. Dies betonte Simone Damschek, Inhaberin des Forums Arbeitsgesundheit, bei der Veranstaltung.

Zu Gast war auch Professor Dr. Wolfgang Caselmann, bayerisches Gesundheitsministerium, der auf die Mitgliedschaft des GeMit Projektes beim Bündnis Prävention Bayern verwies.

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Prof. Dr. Wolfgang Caselmann, Bay. Gesundheitsministerium

Der Experte für Prävention Professor Dr. med. Martin Halle von der TU München beschrieb in seinem Vortrag “Zellen fahren gerne Fahrrad” , dass Bewegung die Gefäße jung hält und damit zum täglichen Arbeitsalltag gehören sollte.

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Prof. Dr. med. Martin Halle, TU München

Ziel des Projektes ist mittelständische Unternehmen bei der Einführung eines nachhaltigen BGM unterstützen. Die Erfahrung zeigt, häufig fehlen finanzielle und personelle Ressourcen für eigenständige Einführung, so ist die Projektidee mit den Betriebsnachbarschaften geboren.

Wichtig ist die systematische Einbindung aller Beschäftigten, da eine frühzeitige und regelmäßige Beteiligung die Akzeptanz der betrieblichen Maßnahmen fördert und die Erfolgschancen erhöhen kann.

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Ausstellung im Foyer

Welche Angebote die Projektpartner konkret für betriebsübergreifende Aktivitäten bereithalten, wurde  in der begleitenden Ausstellung sehr gut transportiert.

“Eine gelungene Veranstaltung”, lautet das Fazit der Teilnehmer.

Fotos: Achim von Michel, BVMW Bayern

Projektstart GeMit – Gesunder Mittelstand München am 26. Oktober

Anmeldung zur Veranstaltung

Das Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung und der Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V. führen bundesweit gemeinsam das Projekt GeMit – Gesunder Mittelstand Deutschland durch. Das Projekt wird bis einschließlich 2017 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gefördert und von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fachlich begleitet.

Damit kleinere Unternehmen stärker von BGF-Maßnahmen profitieren können, werden im Projekt GeMit bundesweit Betriebsnachbarschaften gegründet. KMU können im Verbund von einer Vielzahl an Maßnahmen profitieren, die sie alleine nicht umsetzen könnten. Ein BVMW-Koordinator vor Ort und ein Gesundheitscoach betreuen über zweieinhalb Jahre je eine Betriebsnachbarschaft und entwickeln bedarfsorientiert und überbetrieblich gesundheitsfördernde Maßnahmen. Die überbetriebliche Umsetzung der Maßnahmen erhöht die Synergieeffekte durch regionale Vernetzung der Unternehmen untereinander. Sämtliche Erkenntnisse der Zusammenarbeit in Betriebsnachbarschaften werden abschließend in Form eines Leitfadens für alle KMU – dem INQA-Check Gesundheit – in Deutschland aufbereitet.

Transferprojekt GeMIT München

In München haben wir das mittlerweile zweite Transferprojekt zu GeMit gestartet. Im Gegensatz zu den fünf geförderten Regionen leisten wir die Projektarbeit vor Ort ohne staatliche Unterstützung: Mit der Krankenkasse BIG direkt gesund steht uns ein leistungsfähiger und sehr engagierter Projektpartner zur Seite. Insgesamt zehn Projektpartner aus dem BVMW-Mitgliederkreis unterstützen das Münchener GeMit-Projekt durch attraktive Angebote im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Ihre Vorteile

Nehmen Sie als Unternehmen an unserer Betriebsnachbarschaft GeMit München teil und profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

  • Entwicklung von gesundheitsfördernden Maßnahmen in Ihrem Unternehmen
  • Kontinuierliche Begleitung durch erfahrene Experten
  • Gesundheitsförderung aus einer Hand – ein Ansprechpartner
  • Umfangreiche Förderung gemäß den Richtlinien der begleitenden Krankenkasse BIG direkt gesund
  • Starke Vernetzung in der Betriebsnachbarschaft GeMit München
  • Erstanalyse und Abschlussevaluation nach Projektende

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